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Was ist Laktatdiagnostik?  

Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h.c. Wildor Hollmann  Ehrenpräsident des Weltverbandes für Sportmedizin (FIMS) und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention  . Im Zuge der Gesundheitsreform werden die Menschen zunehmend dazu gezwungen Eigeninitiative für ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu ergreifen. In Ermangelung einer nicht ausreichenden Unterstützung der Krankenkassen in der präventiven und rehabilitativen Versorgung nimmt deshalb die Beanspruchung privater Gesundheits- und Fitnesszentren zu. Gleichermaßen steigt der sporttherapeutische Anspruch an die qualitative Ausstattung und Betreuung dieser Einrichtungen, um die heute durch Technisierung und Automatisation ausgelösten Bewegungsmangelerkrankungen bekämpfen zu können, z.B. durch ein individuell angepasstes Kraft- und Ausdauertraining. Im Vordergrund des allgemeingesellschaftlichen Interesses stehen heute Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselleiden, Krebserkrankungen, beschwerden am Halte- und Bewegungsapparat sowie altersbedingte körperliche und geistige Leistungseinbußen. Nach der Kölner Deklaration der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Weltverbandes für Sportmedizin (FIMS) im Jahre 1994 steht eine vermehrte körperliche Aktivität an der Spitze der diesbezüglichen Vorbeugungsmaßnahmen.

Dem dient insbesondere das aerobe Ausdauertraining (Gehen/Walking, Wandern, Treppensteigen/Step, langsamer Dauerlauf/Joggen, Aerobic, Inline, Skilanglauf, Radfahren, Schwimmen, u.a.). Es sollte mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich in einem solchen Umfang betrieben werden, dass mindestens 2000 kcal pro Woche zusätzlich verbraucht werden. Die sensibelste Messgröße zur Bestimmung der optimalen Belastungsintensität stellt die mittels Messung des Atemminutenvolumens oder des Milchsäurespiegels im Blut beurteilte aerob-anaerobe Schwelle dar (Hollmann, 1959) bzw. die 4-mmol/l-Laktatschwelle Mader et al., 1976). In Verbindung der hierbei gewonnen Erkenntnisse mit den Ergebnissen von Untersuchungen an Trainierten und Untrainierten ließ sich eine Software entwickeln, die den Trainern und Trainierenden konkrete Angaben zur Gestaltung eines dosierten individuellen Herz-Kreislauf- und Stoffwechseltrainings (besonders des Fettstoffwechsels) vermitteln.  

Die wesentlichen, hierdurch erzielten chemisch-physikalischen Anpassungsvorgänge im Körper sind: Vermehrung der Kraftwerke (Mitochondrien) und der Kapillaren (Haargefäße) in der trainierten Muskulatur, Verminderung des Sauerstoffbedarfs des Herzens, relativer Herzinfarkt-Schutz, Verminderung des lebenswichtigen Sauerstoffbedarfs des Herzens bei gleichzeitiger Vergrößerung des Sauerstoffangebotes, Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes, Gesundheitsbezogene, positive Veränderungen im Fettstoffwechsel und in der hormonellen Steuerung des Stoffwechsels sowie eine positive Beeinflussung von Blutdruck, Körpergewicht und Immunsystem. Auf verschiedenen unterschiedlichen Wegen biochemischer Natur im Gehirn wird das Wohlbefinden gesteigert. Individuell angepasste Übungen zur Verbesserung der Koordination (Gewandtheit, Geschicklichkeit) runden ein solches präventiv-medizinisches Programm ab.

Quelle:

Univ.-Prof. mult. Dr. med. Dr. h.c. Wildor Hollmann

 


Trainingssteuerung

Homöostase & Superkompensation Jeder Organismus, also auch ein Muskel, befindet sich in einem biochemichen Gleichgewicht, der sogenannten Homöostase. Jeder Organismus ist grundsätzlich bestrebt, sein Gleichgewicht, beizubehalten, bzw. nach Störungen, wieder  herzustellen. Beim Fitnesstraining wird das biochemische Gleichgewicht der Muskulatur gestört, was nachfolgend einen Prozeß in Gang  setzt, der über die reine Wiederherstellung des biochemischen Gleichgewichtes aber noch hinausgeht. Um diesen Veränderungsprozeß der  Muskulatur in Verbindung mit der Homöostase besser verstehen zu können, hilft der folgende Vergleich: Wenn jemand, der noch nie Tennis gespielt hat, zum ersten Mal zum Tennisschläger greift, zerstört die Reibung des Schlägergriffes die Haut an der Innenfläche der Schlaghand. Das biochemische Gleichgewicht der Haut wird dabei zerstört. Die Handfläche rötet sich, zeigt kleine Risse und ermüdet zunächst stark. Danach kompensiert sie jedoch den erhaltenen Schaden und bildet sich zurück. es folgt nun die Prozeßphase, die man als Superkompensation bezeichnet. Die Haut bildet sich nicht nur zurück. Sie superkompensiert den Schaden und verstärkt sich (Hornhaut), um so dem möglicherweise neu kommenden Belastung, gewachsen zu sein. Kommt kein neuer Reiz, bildet sich die Hornhaut wieder zurück. Genau so verhält es sich vergleichsweise beim Fitnesstraining. 

Wird durch Fitnesstraining ein Trainingsanreiz am Muskel gesetzt, so wird die Homöostase, das biochemische Gleichgewicht der Muskulatur, gestört, bzw. zerstört. Der Muskel reagiert hierauf zunächst damit, daß er ermüdet. Man kennt dieses Gefühl nur allzu gut. Hat man beispielsweise intensiv auf dem Stepper trainiert, dann werden die Beine danach zunächst richtig müde und schwer. Man fühlt sich zwar aufgrund der intensiven Sauerstoffaufnahme, die durch das Ausdauertraining beim Steppen stattgefunden hat, vitalisiert und vollkommen wohl, aber die Beinmuskulatur wird müde. Man hat Mühe, abends die Treppe hinauf zu gehen. In der zweiten Phase nach dem Training ist der Körper dann bestrebt, sein biochemisches Gleichgewicht wieder herzustellen.

Der Muskel (bei gut Trainierten) erholt sichsozusagen über Nacht wieder. Er kompensiert den ihm zugefügten Schaden. Er hat am nächsten Morgen wieder volle Spannkraft und ist so leistungsfähig wie vor dem gesetzten Trainingsreiz. Ist diese Erholungsphase abgeschlossen, folgt nun die dritte Phase der Reaktion des Muskels auf den gesetzten Trainingsreiz. Er superkompensiert. Er verstärkt sich und nimmt an Spannkraft, Umfang und Leistungsfähigkeit zu, um so einer möglicherweise neu kommenden Belastung besser gewachsen zu sein. Das genau ist die Leistungsverbesserung.

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